Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung
BÜA wird in die Regelform überführt
Zum Schuljahr 2027/2028 wird der Schulversuch BÜA zur Regelform und damit hessenweit an 92 öffentlichen beruflichen Schulen angeboten. Die Zweijährige Berufsfachschule und die Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung in Vollzeitform werden dabei in die BÜA zusammengeführt, um das berufsschulische Übergangssystem in Hessen einfacher und transparenter zu gestalten.
Weitere Informationen finden Sie hier: Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung | Hessen Kultus.
ZIEL der BERUFSFACHSCHULE ZUM ÜBERGANG IN AUSBILDUNG
Das primäre Ziel der BÜA ist es, Schülerinnen und Schüler ohne oder mit Hauptschulabschluss, bereits nach einem Schuljahr in ein passgenaues duales Ausbildungsverhältnis zu vermitteln. Schülerinnen und Schüler mit qualifizierendem Hauptschulabschluss, die einen Ausbildungsberuf anstreben, für den der mittlere Abschluss benötigt wird, können diesen erwerben und anschließend die passende Ausbildung beginnen. Hierzu findet eine enge Verzahnung zwischen Schulen, der Schulsozialarbeit, den Betrieben, der örtlichen Agentur für Arbeit und den Kammern statt.
Allgemeine Informationen
▶ Wer kann sich bewerben?
- ohne Abschluss, mit berufsorientiertem Abschluss oder mit (qualifizierendem) Hauptschulabschluss,
- die schulpflichtig, aber in Klasse 9 versetzt sind,
- die das 18. Lebensjahr am 1.8. noch nicht vollendet haben,
- die noch keine BÜA/Berufsvorbereitungsmaßnahme länger als ein Jahr besucht haben,
- die aus Intensivklassen und InteA-Klassen kommen, mit angemessenem Sprachniveau,
- die sonderpädagogischem Förderbedarf (Förderbedarf gE nur an der Kinzig- oder Eugen-Kaiser-Schule) haben.
Schülerinnen und Schüler
▶ Laufbahn für Lernende ohne und mit BO-Abschluss (Einjähriger Bildungsgang)
- Vorbereitung auf die duale Ausbildung,
- Teilnahme an der zentralen beruflichen Hauptschulabschlussprüfung,
- Erlangung des Hauptschulabschlusses oder qualifizierenden Hauptschulabschlusses (bei Belegung von Englischunterricht),
- Förderung in Deutsch und Mathematik, Teilnahme am Englisch-Unterricht abhängig von der Beratung,
Achtung: Förderschwerpunkt Lernen und emotional-soziale Entwicklung enden bei Eintritt in BÜA.
▶ Laufbahn mit Hauptschulabschluss (Einjähriger Bildungsgang)
Schüler und Schülerinnen mit einem Hauptschulabschluss, bei dem die Noten in Deutsch, Mathematik und Englisch schlechter als 3, 3, 4 sind und die in den übrigen Fächern im Durchschnitt schlechter als befriedigende Leistung haben, können wie folgt gefördert werden:
- Vorbereitung auf die duale Ausbildung,
- bei entsprechender Leistung: Eintritt in das 2. Schuljahr des zweijährigen Bildungsgangs.
▶ Laufbahn mit (qualif.) Hauptschulabschluss (Zweijähriger Bildungsgang)
Schüler und Schülerinnen mit einem qualifizierenden Hauptschulabschluss oder einem Hauptschulabschluss bei dem die Noten in Deutsch, Mathematik und Englisch gleich oder besser als 3, 3, 4 sind und in den übrigen Fächern im Durchschnitt besser oder gleich befriedigende Leistung, können den zweijährigen Bildungsgang besuchen und zum mittleren Abschluss (= Realschulabschluss) gelangen.
Der zweijährige Bildungsgang der BÜA richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit qualifizierendem Hauptschulabschluss, die den mittleren Abschluss zur Erlangung ihrer beruflichen Ziele benötigen.
▶ Beruflicher Bereich in 10BF
Um einen Einblick in bestimmte Berufsbereiche zu erhalten, findet an zwei Unterrichtstagen Unterricht im "Beruflichen Bereich" statt.
Derzeit werden an den Beruflichen Schulen Gelnhausen angeboten:
- Fachbereich Technik mit Metalltechnik, Elektrotechnik, Holztechnik, Fahrzeugtechnik,
- Fachbereich Wirtschaft mit Büromanagement und Handel,
- Fachbereich Sozialwesen mit Gesundheits-/Krankenpflege, Körperpflege (=Friseur) und Sozialpädagogik,
- Fachbereich Ernährung mit Ernährung und Hauswirtschaft.
In 10BF werden 3-monatigen Wechsel werden vier Berufliche Bereiche durchlaufen.
Die Zuordnung erfolgt nach Beratung und in Abstimmung mit der Profilbildung der Schülerinnen und Schüler.
▶ Zweites Jahr des zweijährigen Bildungsgangs
Nur für Lernende mit qualifizierendem Hauptschulabschluss oder mit Hauptschulabschluss mit 3, 3, 4 in D, M, E, positivem Eignungsgutachten der Klassenkonferenz der abgebenden Schule und in den übrigen Fächern im Durchschnitt befriedigende Leistung. Die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch werden 5 Stunden pro Woche unterrichtet.
Weiterhin gibt es die Fächer POWI, Ethik (je 1 Stunde), NAWI, Sport und Profilgruppenunterricht (je 2 Stunden). Den Abschluss bilden die Prüfungen der Realschule, eine schriftliche Schwerpunktprüfung und eine Projektprüfung, die zusammen zum mittleren Abschluss (=Realschulabschluss) führen.
Die Schülerinnen und Schüler müssen vor Einstieg in die 11BF einen Beruflichen Lernbereich festlegen. Dieser kann Wirtschaft oder Sozialwesen sein, wird im ganzen Schuljahr unterrichtet und ist Bestandteil der Prüfung.
▶ Anmeldung
Die Anmeldung besteht aus 4 Teilen. Die Abgabe der ersten beiden Teile erfolgt über die bisher besuchte Schule bis spätestens 31. März:
- Teil A: vollständiger lesbar ausgefüllter Anmeldebogen (Seite 1 bis 4) mit ALLEN im Anmeldebogen geforderten Unterlagen
- Teil B: füllt die Klassenlehrkraft aus, unter Angabe von Eignung und Nachteilsausgleichen sowie Hinweisen zur Berufsorientierung (Seite 5 bis 6),
- Teil C: die Abgabe des Abschluss- oder Abgangszeugnisses der abgebenden Schule muss sofort nach Erhalt an den BSG abgegeben werden,
- Teil D: die Abgabe der Erklärung, dass erfolglose Betriebsbewerbungen vorliegen.
Verspätete Anmeldungen werden auf eine Nachrückliste gesetzt.
Über eine endgültige Aufnahme wird beim Onboarding - in der letzten Woche vor den Sommerferien - entschieden.
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Ernährung: Kräppeln und Backwaren
Bautechnik: Fließen-Mosaik
Körperpflege: Frisur erarbeiten
Profilgruppenuntericht:
Der Profilgruppenunterricht setzt sich aus vielen Elementen zusammen: Teambildung, Beruforientierung, Coaching, Beratung.
In diesem Unterricht wird auch das Praktikum vor- und nachbereitet.
Im ergänzenden Wahlpflichtunterricht zur Medienbildung werden Bewerbungen und Lebensläufe entworfen, Präsentationen erstellt und der Umgang mit modernen Medien erprobt.
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Beruflicher Lernbereich:
Durch den Unterricht im beruflichen Lernbereich erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in berufliche Abläufe aus vier beruflichen Schwerpunkten, aus mindestens zwei Fachrichtungen:
- FR Technik: Metalltechnik, Fahrzeugtechnik, Holztechnik, Elektrotechnik, Bautechnik;
- FR Wirtschaft: Büromanagement, Handel;
- FR Sozialwesen: Sozialpädagogik, Gesundheits- und Krankenpflege, Körperpflege;
- FR Ernährung: Ernährung und Hauswirtschaft.
Die erworbenen Kompetenzen, die durch hessenweit einheitliche Kompetenzraster abgebildet werden, geben den Betrieben Aufschluss darüber, inwieweit Schülerinnen und Schüler für ebendiese Schwerpunkte und die zugehörigen Ausbildungsberufe geeignet sind.
nach obenBetriebsphasen:
Zwei Betriebsphasen sind für alle Lernenden der BÜA Pflicht:
- Eine Betriebsphase vor den Weihnachtsferien mit 10 Arbeitstagen.
- Eine Betriebsphase vor den Osterferien mit 10 Arbeitstagen.
- Ein Arbeitstag besteht aus 7 Stunden Arbeit und 1 Stunde Pause.
- Dazu gehört ein Praktikumsbericht und ein Kurzvortrag.
- Die Betreuung übernehmen die Lehrkräfte.
- Die Bewertung durch Betrieb und Lehrkraft ist Zeugnisbestandteil !
- Hilfe bei der Suche: Profilgruppenlehrkraft und Sozialpädagoginnen.
- 🌐 Formulare für das Praktikum
Kurzpraktika
- sind jederzeit im Umfang von 3 bis 10 Tagen möglich,
- Ziel ist die Anbahnung eines Ausbildungsverhältnisses.
- Eine 🌐 Beurlaubung muss rechtzeitig vorher eingereicht werden.
- Danach wird ein kurzer Bericht im Profilgruppenunterricht erwartet.
Langzeitpraktika
- sind bei vorhandenem Hauptschulabschluss und Ausbildungsvertrag möglich,
- müssen mit dem Abteilungsleiter abgesprochen werden.
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Bewertungen
In der Berufsfachschule gibt es verschiedene Arten von Bewertungen. Diese sind wichtig für den Abschluss und ggf. eine Versetzung / einen Übergang
🌐 Überfachliche Kompetenzen
Alle Lehrkräfte bewerten die überfachlichen Kompetenzen: Pünktlichkeit, Auftreten, Durchhaltevermögen, Zuverlässigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Kooperationsfähigkeit.
Es gibt die Bewertungsstufen Optimalstandard, Regelstandard plus, Regelstandard, Mindeststandard und keine Feststellung.
Für das Zeugnis wird ein Mittelwert gebildet.
Betriebsphasen:
Die Betriebsphase wird vom betrieblichen Betreuer und der betreuenden Lehrkraft beurteilt: Pünktlichkeit, Engagement, Durchhaltevermögen, Zuverlässigkeit, Selbständigkeit, Auftreten, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit.
Es gibt die Bewertungsstufen Optimalstandard, Regelstandard plus, Regelstandard, Mindeststandard und keine Feststellung.
Beruflicher Lernbereich:
Es werden Fachkompetenzen bewertet:
Es gibt die Bewertungsstufen Optimalstandard, Regelstandard plus, Regelstandard, Mindeststandard und keine Feststellung.
Aus allen Fachkompetenzen wird am Ende EINE Note, die Note des Beruflichen Lernbereichs, errechnet.
🌐 Deutsch, Mathematik, Englisch:
Es werden Fachkompetenzen bewertet:
Es gibt die Bewertungsstufen Optimalstandard, Regelstandard plus, Regelstandard, Mindeststandard und keine Feststellung.
Jede Fachlehrkraft erteilt zusätzlich eine Note.
POWI, Ethik, Sport, WPU, NAWI:
Die Fachlehrkräfte erteilen eine Note.
Bewertungen werden immer wieder besprochen. Das halbjährliche, umfangreiche Zeugnis enthält all die Bewertungen auch in Satzform.
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Gerne stehen wir auch für persönliche Beratungen zur Verfügung.
Setzen Sie sich mit dem Sekretariat der Beruflichen Schulen - Frau Müller (bettina.mueller[at]schule.mkk.de) -
oder mit dem Abteilungsleiter, Herrn Dr. K. Adam (klaus.adam[at]schule.mkk.de), in Verbindung.
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