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Ziel der Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung - BÜA ist es, Schüler*innen, die sich im Übergang Schule-Beruf befinden, optimal zu begleiten und individuell zu unterstützen. Dabei sollen insbesondere die persönlichen und sozialen Kompetenzen der Schüler*innen gefördert werden. Bestandteil sind eine umfangreiche Berufsorientierung verbunden mit betrieblichen Phasen sowie eine gezielte individuelle Förderung in den allgemeinbildenden Fächern (Deutsch, Mathematik und Englisch).

Darüber hinaus ist der Erwerb von Schulabschlüssen (qualifizierender) Hauptschulabschluss, Mittlerer Abschluss) möglich.

Zielgruppe für die BÜA sind Schüler*innen ohne Schulabschluss, mit berufsorientierendem Abschluss oder mit (qualifizierendem) Hauptschulabschluss.

Schüler*innen sollen während der Stufe I der BÜA mindestens 2 berufliche Schwerpunkte kennenlernen und in entsprechenden Betriebsphasen mit einschlägigen praktischen Erfahrungen verbinden. Um Interesse an den Berufen zu wecken werden Segmente aus den beruflichen Kernbereichen erfahrbar gemacht. Somit lernen die Schüler*innen eigene Potenziale kennen, wodurch sie in die Lage versetzt werden, eine  fundierte und realistische Berufswahlentscheidung zu treffen und eine berufliche Identität zu entwickeln.


Weitere Informationen

Das Angebot richtet sich an Schüler*innen ohne Schulabschluss, mit berufsorientiertem Abschluss oder mit (qualifizierendem) Hauptschulabschluss.

In die Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung können Schüler*innen aufgnommen werden,

• die schulpflichtig sind,

• die mindestens das 8. Schuljahr in einer allgemeinbildenden Schule besucht haben,

• die das 18. Lebensjahr am 1.8. noch nicht vollendet haben,

• die die Schulpflicht erfüllt haben, aber werder eine duale Berufsausbildung absolviert, noch eine Ausbildungsvorbereitung in einem anderen Schwerpunkt besucht haben,

• die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

• die noch keine Berufsfachschule oder BÜA in einem anderen Schwerpunkt länger als ein Jahr besucht haben,

Die BÜA gliedert sich in zwei Stufen, die jeweils ein Schuljahr umfassen und in denen der Profilgruppenunterricht eine zentrale Rolle einnimmt:

Die Profilgruppe übernimmt u.a. die Aufgaben des Klassenlehrerunterrichts. Hier erfolgt die Praktikumsvor- und -nachbereitung. Im Einzel- und Teamcoaching können spezielle Fragestellungen, wie die berufliche Orientierung, bearbeitet werden. Eine enge Kooperation mit den Erziehungsberechtigten wird angestrebt. Sozialpädagog*innen unterstützen dabei.

Vor allem aber findet hier die berufliche Orientierung statt und es wird an den überfachlichen Kompetenzen gearbeitet:

Der Unterricht im beruflichen Bereich und die Praktika werden mit sogenannten Kompetenzrastern bewertet. Im überfachlichen Bereich ersetzen dieses die Beurteilung des Arbeits-und Sozialverhaltens.

Für die Stufe I ist ein Schuljahr vorgesehen. Der Abschluss, mit dem in der Eintritt in die Stufe I erfolgt, entscheidet über die mögliche Laufbahn:

 

Schüler*innen mit qualifizierendem Hauptschulabschluss oder mit Hauptschulabschluss mit 3,3,4 in D, M, E, positivem Eignungsgutachten und ind den übrigen Fächern befriedigende Leistung:

• Nach einer Eingangsiagnostik findet Deutsch, Mathematik und Englisch (je 3 Stunden) auf verschiedenen Niveaustufen statt.

• Im beruflichen Bereich werden mindestens 2 Berufsfelder kennengelernt und durch betriebspraktika vertieft.

• Weitere Fächer sind Politik und Wirtschaft, Ethik und Sport sowie Profilgruppenunterricht.

• Bei der Versetzung in Stufe II spielen neben den Noten auch die Bewertung der Betriebspraktika und die Kompetenzraster eine wesentliche Rolle

 

Schüler*innen mit Hauptschulabschluss, ohne Abschluss oder mit sonderpädagogischem Förderbedarf:

• Ziel ist das Finden eines passenden Ausbildungsplatzes.

• Der Unterricht in Deutsch und Mathematik findet auf zwei Niveaustufen statt. Englisch ist kein Pflichtfach.

• Weitere Fächer sind Politik und Wirtschaft, Ethik und Sport sowie Profilgruppenunterricht.

• Im berufsbildenden Lernbereich findet ein Wechsel nach dem 1. Halbjahr statt.

• In beiden Halbjahren steht ein 3-wöchiges Praktikum auf dem Programm.

• Ggf. kann ein Hauptschulabschluss durch Teilnahme an der Hauptschulabschlussprüfung erlangt werden.

Für die BÜA gilt folgende Stundentafel:
 Stufe I
Gruppe E 
Stufe I
Gruppe G 
Stufe II
Deutsch4 - 535
Mathematik4 - 535
Englisch-35
Religion/Ethik111
Politik und Wirtschaft111
Sport222
Berufsbildender Unterricht  12129
Wahlpflichtunterricht11-
Profilgruppenunterricht442

 

Nur für Schüler*innen mit qualifizierendem Hauptschulabschluss oder mit Hauptschulabschluss mit 3,3,4 in D, M, E, positivem Eignungsgutachten und ind den übrigen Fächern befriedigende Leistung:

• Die Stufe II ist zur Erlangung des mittleren Abschlusses vorgesehen. Hierzu finden die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch 5 Stunden je Woche statt.

• Im beruflichen Bereich gibt es eine Spezialisierung auf ein Berufsfeld.

• Die weiteren Fächer sind Politik und Wirtschaft, Ethik, (je 1 Stunde), Sport und Profilgruppenunterricht (je 2 Stunden).

• Den Abschluss bildet die Prüfung der Realschule, die bei Erfolg zum mittleren Abschluss führt.

Im berufbildenden Bereich werden z. Z. angeboten:

• Bautechnik.

• Bürowirtschaft.

• Ernährung, Gastronomie, Hauswirtschaft.

• Farbtechnik/Raumgestaltung.

• Gesundheits-/Krankenpflege.

• Handel.

• Körperpflege.

• Metalltechnik.

• Sozialwesen.

In diesem Unterricht werden attraktive Segmente aus dem beruflichen Kernbereich erfahren.

Die Schüler*innen werden in die Lage versetzt, auf der Grundlage ihrer Interessen und Kompetenzen selbständig eine fundierte, aber auch realistische Berufswahlentscheidung zu treffen.

Die Beurteilung erfolgt auf der Grundlage von Kompetenzrastern

Die Anmeldung erfolgt über die bisher besuchte Schule bis spätestens 31. März
  1. Lebenslauf ion tabellarischer Form mit Passbild neueren Datums
  2. Vollständiger Anmeldebogen für BÜA (mit Förderplan oder ausgefüllten Seiten 5/6)
  3. die letzten beiden Halbjahrszeugnisse in beglaubigter Kopie
  4. Aufenthaltsgenehmigung für Bewerber aus Nicht-EU-Staaten
  5. möglichst Ausweiskopie

Das endgültige Zeugnis muss den BSG 8 Tage nach Ausgabe durch die allgemeinbildende Schule vorliegen

Alle Formulare: www.bs-gelnhausen.de/infopool

Gerne stehen wir auch für persönliche Beratungen zur Verfügung. Setzen Sie sich mit dem Sekretariat der Beruflichen Schulen Gelnhausen oder mit dem Abteilungsleiter, Herrn Dr. K. Adam, in Verbindung.